Das Gruppenbild entstand gleich zu Beginn unserer Fototour im Hauptbahnhof. Nach dieser ersten Aufnahme war Zeit im und um den Bahnhof zu fotografieren. Eine Dreiviertelstunde später, um 10 Uhr, stieg die kleine Gruppe des Fotoclubs dann ins Tram mit der grünen Nummer – den 3er. Mit ihm wollten wir vom Bahnhofplatz mitten in Zürich bis zu seiner Endhaltestelle in Albisrieden am Rand der Stadt fahren. 12 Stationen lagen vor uns. Wären wir im Tram sitzen geblieben, hätten wir unser Ziel schon nach 17 Minuten erreicht. Unser eigentliches Ziel war aber nicht die Fahrt mit dem Tram, sondern das Fotografieren unterwegs. Deshalb stiegen wir schon nach 2 Halten, an der Station Stauffacher, wieder aus. Hier, im Quartier Aussersihl, das, wie der Name schon sagt, jenseits der Sihl, aber auch jenseits der alten Zürcher Stadtmauer liegt, machten wir unseren ersten Fotohalt. Hier wohnten früher die sogenannt einfachen Leute, die Arbeiter und die Italiener, und noch heute findet man da viele Zeugen aus dieser Zeit. Wir machten einen kurzen Spaziergang vorbei am Volkshaus zum Helvetiaplatz und zum Flohmarkt beim Kanzleischulhaus, sicher der „wildeste“ Flohmarkt in Zürich und auch derjenige mit dem buntesten Publikum. Zurück zum Stauffacher ging es dann durch die angrenzenden Strassen mit ihren schönen alten Häusern. Hier kam schon bald wieder ein 3er angefahren, der uns zur nächsten Station mitnahm.
Unsere weiteren Fotohaltestellen hiessen Kalkbreite, Lochergut, Altes Krematorium und Albisrieden. Bis wir da, wo die Tramschienen eine Schleife machen und das Tram wieder Richtung Bahnhofplatz zurückfährt, ausstiegen, waren fast 4 Stunden vergangen. Auf dem Weg dahin konnten wir, nebst vielem anderen, Gebäude aus unterschiedlichsten Bauepochen fotografieren. Die ältesten Häuser aber fanden wir in Albisrieden, am Rande der Stadt, da wo bis zur Eingemeindung 1934 Albisrieden noch ein Dorf war.
Einmal mehr gab es auf dieser Fahrt mit dem Tram vom Zentrum bis zum Rand von Zürich viel zu sehen und zu fotografieren. Am Schluss unserer Reise erholten wir uns bei einem Drink in einem schönen Gartenrestaurant im Dorfkern von Albisrieden, bevor uns das Tram wieder zu unserem Ausgangspunkt zurückbrachte.
Beat Stucki