20 Fotografen, 320 Tierarten und jede Menge Motive – ein ganz normaler Fototag im Zoo Zürich? Ganz so einfach war es dann doch nicht …
1929 wurde der Zoo Zürich eröffnet. Heute erstreckt er sich über rund 27 Hektar und beherbergt etwa 320 Tierarten mit rund 8000 Tieren. Eine beeindruckende Vielfalt – und natürlich viel zu schade, um sie nicht fotografisch festzuhalten!
So trafen wir uns um die Mittagszeit voller Vorfreude beim Zooeingang. Allerdings wurde uns schnell klar: Bei diesem herrlichen Spätsommerwetter hatten nicht nur wir Lust auf einen Zoobesuch. Der Zoo war gut besucht – und mit 20 Fotografinnen und Fotografen gemeinsam durch die Anlage zu ziehen, wäre wohl eher eine logistische Meisterleistung als entspanntes Fotografieren geworden.
Also hiess es: Aufteilen und los!
In kleinen Grüppchen machten wir uns zu Fuss oder mit der Zoobahn auf fotografische Pirsch. Jeder suchte seine eigenen Motive und hielt Ausschau nach besonderen Momenten. Und obwohl wir uns auf verschiedene Wege verteilten, liefen wir uns immer wieder über den Weg – bei den Fröschen, den Gorillas, den Raubkatzen oder ganz einfach auf einer Bank, wo man zwischendurch die Füsse etwas hochlagern und die Eindrücke auf sich wirken lassen konnte.


Erst fotografieren, dann fachsimpeln
Gegen 16.30 Uhr trafen wir uns im Zoo-Café vis-à-vis des Zoos. Nach mehreren Stunden auf den Beinen war eine Stärkung mehr als willkommen. Bei Kaffee, Getränken und etwas Essbarem wurden natürlich nicht nur die Akkus der Fotografen aufgeladen.
Angeregt wurde darüber diskutiert, wer welches Tier entdeckt, welches Motiv ergattert und welche Aufnahme besonders gut gelungen war. So verging die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug.
Doch der eigentliche Höhepunkt unseres Zoobesuchs stand noch bevor.
Wenn der Zoo langsam zur Ruhe kommt …
Pünktlich um 18.00 Uhr standen wir wieder am Zooeingang. Dort wurden wir von Pascal, unserer Zooführerin, herzlich empfangen. Nun begann eine ganz besondere Führung, denn während der Abend langsam näher rückte, veränderte sich auch die Atmosphäre im Zoo.
Unser erster Halt führte uns zu den Gorillas. Dort wartete eine ganz besondere Überraschung auf uns: Ein gerade einmal einen Monat altes Gorilla-Baby wurde von seiner Mutter liebevoll und fürsorglich betreut. Natürlich waren die Kameras sofort bereit. Ein solch bezaubernder Anblick lässt wohl kaum einen Fotografen kalt – und so wurde fleissig fotografiert, bis wir uns schweren Herzens wieder losreissen konnten.
Weiter ging es ins Pantera. Hier erfuhren wir viel Interessantes über die grossen Raubkatzen. Amur-Tiger, Schneeleoparden und Löwen standen auf unserem Programm und boten natürlich wiederum jede Menge spannende Fotomotive.

Mutige vor!
Zum Abschluss wartete noch eine ganz andere Welt auf die Mutigen unter uns: der Insektenwald.
Wer sich hineinwagte, staunte nicht schlecht. Während die meisten Zoobewohner langsam zur Ruhe kamen, schien es bei den Insekten erst richtig loszugehen. Viele der dort lebenden Tiere sind dämmerungs- oder nachtaktiv – und entsprechend herrschte ein reges Krabbeln, Klettern und wuseliges Treiben.
Für manche war es vielleicht eine kleine Mutprobe, für Fotografen aber vor allem eines: eine überraschende Welt voller faszinierender Formen, Farben und ungewöhnlicher Motive.
Ein gelungener Fototag
Um 20.00 Uhr hiess es schliesslich Abschied nehmen. Wir verabschiedeten uns von Pascal und vom Zoo Zürich – mit vielen Eindrücken und hoffentlich ebenso vielen gelungenen Bildern auf unseren Speicherkarten.
Und auch die kleinen technischen Pannen konnten uns die gute Stimmung nicht verderben: vergessener Akku oder fehlender Adapter hin oder her – irgendwie konnten am Ende doch alle ihre Speicherkarten füllen.
So ging ein abwechslungsreicher und erlebnisreicher Fototag zu Ende. Wir hatten fotografiert, gestaunt, viel Neues erfahren und natürlich auch ausgiebig miteinander gefachsimpelt.
Ein herzliches Dankeschön an Pascal für die spannende Führung – und an alle, die diesen besonderen Fototag zu einem tollen Erlebnis gemacht haben!
Und wer weiss: Vielleicht wartet bei der nächsten Zoofotografie ja schon das nächste ganz besondere Motiv auf uns …
Barbara 🌸 Unger
