Am vergangenen Samstag wurde der Workshop Effektfotografie zum zweiten Mal durchgeführt. Unverändert erfreut er sich grosser Beliebtheit, waren doch die acht Plätze in Nu ausgebucht.
Um 9.00 h trafen die motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer voller Vorfreude im Fotostudio in Zofingen ein. Nach einer netten Begrüssung durch den Workshopleiter Patrik Oberlin wurden wir zuerst in die Geheimnisse der Effektfotografie eingeführt. Anschliessend stellte Patrik sicher, dass jedes Blitzgerät auf einer eigenen Frequenz lief, damit beim Blitzauslösen nicht gleich mehrere Geräte miteinander blitzten.

Wir wurden in Zweiergruppen aufgeteilt und wandten uns einer der Stationen zu. Am Morgen befassten wir uns im Turnus mit den Stationen „Eiswürfel im Wasser versenken“, „Früchte durchleuchten“ und „Streichhölzer auf einer Herdplatte entzünden“. An jedem Posten musste zuerst die Kamera und das Blitzgerät richtig positioniert und eingestellt werden. Bei Unklarheiten oder Fragen stand Patrik jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Sobald die Installation stand, begann das eigentliche Experimentieren. Insbesondere beim Versenken der Eiswürfel und dem Entzünden der Streichhölzer auf der heissen Herdplatte war das richtige Timing essenziell. Drückte man nur etwas zu früh oder zu spät ab, konnte man den Effekt nicht aufs Foto bannen. Beim Durchleuchten der Früchte war künstlerische Kreativität gefragt. Je nach Vorlieben wurden die dünn geschnittenen Orangen-, Limetten- und Kiwi-Scheiben wie auch die Chilischoten anders angeordnet und fotografiert. Den Ideen waren keine Grenzen gesetzt! Ganz nach dem Motto Übung macht den Meister gelangen einem jeweils nach einer kurzen Probierphase immer effektvollere Fotos.
Die Zeit verging wie im Flug und schon bald war Mittagszeit. Wir stärkten uns mit einer Pizza und diskutierten angeregt über unsere neu erworbenen Erkenntnisse. Am Nachmittag ging es sodann zuerst für jedes Zweierteam mit der noch verbliebenen Station weiter.



Zum Abschluss folgte für alle noch der letzte Posten „Glühbirnen abfackeln“. Während die eine Person den Dimmerschalter sukzessive nach oben drehte, der Wolframdraht in der Glühbirne zu glühen begann und Rauch aufstieg, machte die andere Person im Serienbildmodus viele Aufnahmen bis der Draht komplett verglüht war. Jede Person hatte fünf Glühbirnen zur Verfügung und durch den aufsteigenden Rauch entstanden stets andere Effekte.
Nach einem lehrreichen, intensiven und kreativen Tag endete der Workshop um 16.00 Uhr. Wir waren begeistert von unseren Erlebnissen, den neuen Erfahrungen und gingen alle mit einer vollen Speicherkarte nach Hause. Für viele war klar, dass dies nicht der letzte Workshop zur Effektfotografie bei Patrik gewesen sein würde.
Marcel Amiet
In der Fotogalerie findet ihr eine Vielzahl eindrücklicher Bilder.
