Ein Wochenende im winterlichen Engadin 29.01. bis 01.02.2026

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Mit 6 Mitgliedern und 1 Gastteilnehmer ging es von Donnerstag, dem 29.01. bis Sonntag, dem 01.02.2026 ins winterliche Engadin, Graubünden. Die Wetterbedingungen sahen sehr gut aus für das Wochenende: Anfang Januar sorgte kalte Polarluft für ein zufrieren der Seen, Mittwoch und Donnerstag Morgen hatte es noch geschneit und für die nächsten Tage waren dann Sonne und Wolken bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt angesagt. Es schien also perfekt zu werden.

Donnerstag, 29.01.2026:

Am Nachmittag erreichten alle Teilnehmer zwischen 16.00 und 17.00 Uhr pünktlich das Hotel «Morteratsch», unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte. Wir hatten Einzel- und Doppelbettzimmer mit Halbpension gebucht. Morgens hatten wir die Wahl zwischen Lunchpaket oder Frühstücksbuffet und abends erwartete uns stets ein feines 4-Gang-Menü. Die Hotelzimmer waren einfach und zweckmässig, das Personal hingegen sehr freundlich und das Essen ausserordentlich gut. Die Lage war super für unsere Foto-Aktivitäten, die wir beim ersten Apero in gemütlicher Runde besprachen. Um 18.30 Uhr ging es dann bereits zum ersten Dinner.

Freitag, 30.01.2026:

Unsere erste Foto-Tour stand an. Dafür trafen wir uns schon um 5.30 Uhr abmarschbereit vor dem Hotel. Es sollte zu den Gletscherhöhlen unterhalb des Morteratsch-Gletschers gehen. Ein Ausflug, der nicht ganz ungefährlich war, aber jeder Teilnehmer war einverstanden, dieses einmalige und leider auch vergängliche Naturwunder bewundern zu gehen. So machten wir uns mit Stirnlampe, Schneeschuhe, Grödel und Lunchpaket auf in Richtung Gletscher. Anfangs, ca. 45-50 Minuten auf dem breiten Weg, ging es danach auf den alpinen, tief verschneiten Bergweg weiter. Nicht immer ganz dem Wanderweg folgend, erreichten alle Teilnehmer um ca. 7.10 Uhr die erste Gletscherhöhle. Es war aufregend und ein fantastischer Anblick. Sofort wurden die ersten Bilder geschossen. Nachdem wir in eine weitere Höhle gewechselt hatten, gingen einige Teilnehmer bereits wieder runter, andere blieben noch, um weitere Aufnahmen zu machen. Um 13.00 Uhr trafen sich dann alle im Hotel für ein gemeinsames Mittagessen.

Am Nachmittag ging es dann gleich gegenüber vom Hotel zum bekannten Morteratsch-Wasserfall. Dieser war jedoch leider fast vollständig zugefroren. So beschlossen wir, den vorbeifahrenden roten Bernina-Express mit Gletscher im Hintergrund zu fotografieren. Da der Zug je Fahrtrichtung nur 1-2 mal pro Stunde vorbeifuhr, hatten wir nicht so viele Versuche. Dennoch hat jeder ein brauchbares Bild erstellen können.

Um 19.15 Uhr ging es dann zum Dinner und Ausklang des Tages.

Samstag, 31.01.2026:

Für den Samstag haben wir uns für den Stazersee entschieden. Um 6.00 Uhr ging es mit zwei Autos los und bereits nach wenigen Fahrminuten erreichten wir den Parkplatz am Hotel «Waldhaus am See». Von dort aus mussten wir noch ca. 25 Minuten bei -13 Grad zum Stazersee laufen. Dort angekommen wurden wir mit einer wunderschönen Winterlandschaft belohnt. Der ganze See war eingefroren. Wir fotografierten rings um den See bis die Speicherkarten glühten. Da das Restaurant am Stazersee erst später öffnete, ging es um ca. 11.00 Uhr zurück zum Parkplatz. Wir entschieden uns nach Sils Maria zu fahren, um dort den Mittag und Nachmittag am Silsersee zu verbringen. In einem Café in Sils Maria genossen wir aber jeder erstmal ein Heissgetränk. Nachdem wir uns ausreichend genug aufgewärmt hatten, ging es dann zum See. Da auch dieser vollständig zugefroren war und sogar Fussgängertrassen und Langlaufloipen auf ihm eingerichtet waren, gingen wir auf dem See nach Isola, um dort Mittag zu essen. Das kleine Dorf befindet sich auf der Halbinsel am linken Seeufer in Richtung Maloja. Immer wieder hielten wir für winterliche Fotomotive an. In Isola angekommen gingen wir in das Restaurant «Lagrev» und assen gut bürgerlich. Danach ging es wieder zum Ostufer des Silsersee, wo wir auf den Sonnenuntergang warteten und fotografierten.

Nachdem es gegen 18.00 Uhr dann vollständig dunkel war, sind wir zum Hotel «Morteratsch» zurückgefahren, wo wir nach einer Dusche uns um 19.30 Uhr zum Dinner und Ausklang des Tages trafen.

Sonntag, 01.02.2026

Für den letzten Morgen stand kein Fotospot mehr an. Wir schliefen alle etwas länger, genossen das reichhaltige Frühstücksbuffet im Hotel und checkten gemütlich aus. Auf dem Rückweg machten wir in Pontresina dennoch Halt, um die Eiskletterer in der Wildwasserschlucht zu fotografieren.

Um 11.30 Uhr machten wir uns dann aber endgültig auf dem Heimweg.

Es war ein sehr schönes, abwechslungsreiches, spannendes und fotoreiches Wochenende im winterlichen Engadin mit vielen tollen Gesprächen, bei denen auch viel gelacht wurde. Das Wetter meinte es gut mit uns, es waren traumhafte Bedingungen gewesen. So sollte Winter immer sein! Das Hotel «Morteratsch» war die perfekte Unterkunft – freundlich, zuvorkommend und gutes Essen. Ein Event, den man jedes Jahr machen könnte.

Oliver Streicher

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